Private Krankenversicherung im Alter

 

Nach Vollendung des 55. Lebensjahres ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung kaum möglich. Daher bleibt vielen Rentnern nur die Möglichkeit, die Kosten für ihre private Krankenversicherung im Alter zu senken. Und dafür stehen ihnen verschiedene Vorgehensweisen zur Verfügung. Ob und wie sich diese empfehlen, muss allerdings individuell betrachtet werden.Der interne Tarifwechsel Grundsätzlich können Privatversicherte jederzeit innerhalb ihrer Gesellschaft einen Tarifwechsel durchführen. Beispielsweise um in einen leistungsstärkeren Tarif zu wechseln. Doch sehen die Gesellschaften in diesem Fall Gesundheitsfragen vor. Und dies kann dazu führen, dass ein Wechsel aufgrund von Vorerkrankungen nicht möglich ist. Allerdings schreibt der Gesetzgeber vor, dass Privatversicherte das Recht haben, zu erleichterten Bedingungen einen Tarifwechsel bei ihrer Gesellschaft durchzuführen. Nämlich dann, wenn der neue Tarif gleichwertige oder geringere Leistungen vorsieht. Und zwar ohne Gesundheitsprüfung. Dadurch besteht die Möglichkeit, in einen günstigeren Tarif zu wechseln, um die Kosten zu reduzieren. Doch Vorsicht: Dabei sollten keine wichtigen Leistungen gestrichen werden.Der Sozialtarif Ein Wechsel in einen Sozialtarif sollte als letzte Möglichkeit betrachtet werden. Denn die Leistungen dieser Tarife entsprechen lediglich dem Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen. Allerdings ist der Beitrag auch günstiger und auf den Höchstbeitrag zur GKV gedeckelt (735,94 Euro, Stand 2020).BasistarifDer Basistarif steht für alle Versicherungsnehmer offen, die nach dem 31.12.2008 eine PKV abgeschlossen haben. Die Besonderheit dieses Tarifs ist, dass er keine Gesundheitsprüfung vorsieht, die zu Leistungsausschlüssen führen kann. Auch müssen Personen, die nach Regelungen des Sozialrechts als bedürftig gelten, maximal die Hälfte des Höchstbeitrags zur GKV für diesen Tarif bezahlen. Allerdings entsprechen die Leistungen des Basistarifs lediglich dem Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen. Der Standardtarif ist für langjährig Privatversicherte vorgesehen. Diesen Tarif können Personen beanspruchen, die vor 2009 bereits privat krankenversichert werden. Auch die Leistungen des Standardtarifs orientieren sich an den gesetzlichen Krankenkassenleistungen. Doch ist auch in diesem Fall der Beitrag auf den Höchstbeitrag zur GKV gedeckelt. Außerdem können Versicherte einen Teil ihrer Altersrückstellungen auflösen, um die Prämie zu senken.Selbstbeteiligung erhöhenWer nur selten seine private Krankenversicherung beansprucht kann darüber nachdenken, die Selbstbeteiligung zur PKV zu erhöhen. In diesem Fall zahlen die Versicherten einen Teil ihrer Krankheitskosten selbst. Dafür reduziert sich der Beitrag. Doch ist dieses Vorgehen nicht immer ratsam. Denn mit dem Alter steigt das Risiko zu erkranken. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Beitragsersparnis in einem angemessenen Verhältnis zum Selbstbehalt steht.Leistungen reduzieren oder ausschließenUm die Kosten einer privaten Krankenversicherung zu reduzieren, besteht auch die Möglichkeit, Leistungen zu reduzieren oder auszuschließen. Doch sollten Privatversicherte nur Leistungsbausteine ausschließen, die sie nicht benötigen. Wer beispielsweise keinen Wert auf ein Ein- oder Zweibettzimmer bei Klinikaufenthalten legt, kann diese Leistung aus dem Vertrag streichen. Dann allerdings erfolgt die Unterbringung im Mehrbettzimmer.

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Posted by: ghost21 on Category: Versicherung

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